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Krankenkassen Zusatzbeitrag

Eingestellt von: Redaktion (red) am 31.01.2010
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Der neue Vorsitzende der Rentnerrinnen und Rentner Partei,
Uwe Gäthje,  setzt sich vehement gegen die von den gesetzlichen Krankenkassen beabsichtigte Erhebung von Zusatzbeiträgen ein und erkennt in diesen, wie auch schon in der Praxisgebühr, einen weiteren Schritt hin zu der von der Regierungskoalition aus CDU und FDP angestrebten Kopfpauschale, die vom Solidarsystem wegführt. Die Zusatzbeiträge sollen – wie auch schon die Praxisgebühr – von den GKV-Mitgliedern ohne Beteiligung der Arbeitgeber allein aufgebracht werden. Uwe Gäthje sieht dies als weiteren Indikator dafür, dass es politisch gewollt ist, die Beitragsparität aufzuweichen.

Für viele Rentner wird der Zusatzbeitrag kaum aufzubringen sein, da sie schon durch die Praxisgebühr und durch hohe Zuzahlung bei Medikamenten überproportional belastet sind.

Uwe Gäthje fordert Gesundheitsminister Dr. Philipp Rösler auf, statt des Zulassens von Zusatzbeiträgen sich intensiv um die Kostenreduzierung im Gesundheitswesen zu bemühen. Kosteneinsparung beginnt mit der Reduzierung der Anzahl der derzeit an die 200 Krankenkassen mit ihren aufgeblähten Verwaltungen. Ein weiteres, erhebliches Kosten- sparpotenzial sieht Uwe Gäthje in der Senkung der Mehrwertsteuer auf 7%, wie in der Hotelbranche. Bei effizienter Kosteneinsparung wären Zusatzbeiträge, die zudem erhebliche zusätzliche Verwaltungskosten verursachen, nicht erforderlich.
Der Gesundheitsminister solle sich auch Gedanken darüber machen, worin wohl die Ursache zu suchen sei, weshalb die Deutschen, trotz drohendem Arbeitsplatzverlust,  im Durchschnitt 18 mal im Jahr zum Arzt gehen müssen. Die These, es gehe den Deutschen zu gut, lässt sich wohl nicht mehr, so wie in der Vergangenheit, dafür verantwortlich machen!

Für dringend notwendig erachtet Uwe Gäthje gleichfalls eine Erklärung des Gesundheitsministers dazu, warum die selben Arzneimittel vom gleichen Hersteller in Deutschland bis zu 50% teurer bezogen werden müssen als im umliegenden europäischen Ausland! Wann werden endlich mit der Pharmaindustrie Verhandlungen über die Preisbindungen, die nur für Deutschland gelten, aufgenommen.

©RRP 31.Januar 2010 14:30 Uhr

 

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Letzte Änderung am: 15.02.2010 um 18:41

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