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Wer vorsorgt, ist der Dumme - das legt ein Medienbericht über die Riester-Rente nahe. Sie wird bei geringem Verdienst auf die staatliche Grundsicherung angerechnet. Das allerdings gilt für jede private Altersvorsorge .

Tatsächlich ist der Vorwurf nicht neu, das Problem schon länger bekannt. So weiß auch der Finanz und Rentenexperte Bert Rürup, der als "Vater der Riester-Rente" gilt, um die Schwierigkeiten. "Ein Problem bei der Riester-Rente besteht darin, dass die Auszahlungen auf die Grundsicherung angerechnet werden", sagt er in dem Beitrag von "Monitor" - allerdings bezieht sich das nicht nur auf diese spezielle Altersvorsorge. Schon Anfang des Jahres hatte der Wirtschaftsweise für eine steuerfinanzierte Sockelrente plädiert - gerade um Geringverdienern private Altersvorsorge schmackhaft zu machen. Bei der von Rürup propagierten Sockelrente würden Erträge aus privater Altersvorsorge nicht angerechnet.

Es ist der Horror für jeden Kleinsparer: Über Jahre und Jahrzehnte spart er sich kleine Beträge füreine private Altersvorsorge vom Munde ab - und erfährt am Ende, dass es ihm nichts bringt. Genau das drohe rund zehn Millionen Riester-Rentnern, berichtet das ARD-Magazin "Monitor". Gerade Geringverdienern nütze das jahrelange Sparen nichts, weil die Sozialkassen die private Altersvorsorge auf staatliche Leistungen anrechne. Gewinn mache dann also der Staat, nicht der Riester-Rentner,

Grund für die pessimistische Rechnung ist ein Passus im sogenannten Altersvermögensgesetz, das die nach dem ehemaligen Arbeitsminister Walter Riester (SPD) benannte private Vorsorge regelt. Demnach werden alle Einkünfte, auch die aus privaten Alterssicherungssystemen, Erwerbstätigkeit und Zinsen oder Vermietung, auf die "steuerfinanzierte Grundsicherung?" angerechnet. Das heißt konkret: Wer nach seiner Berufstätigkeit eine staatliche Rente bezieht, die unterhalb der Grundsicherung von rund 660 Euro liegt und deshalb zusätzliche Unterstützung aus den Sozialkassen erhält, muss sich seine Riester-Rente anrechnen lassen.

Für den Rentner bedeutet das, dass er womöglich trotz Riesterente nicht mehr Geld in der Tasche hat, als der Nachbar, der ohne Riesterrente die Differenz zur Grundsicherung vom Staat erhält.

Die Bundesregierung hält jedoch wenig von der "Monitor"-Kritik - und warnt stattdessen vor"Panik-mache". Die staatlich geförderte Riester-Rente sei auch für Menschen mit geringen Einkommen attraktiv, eine anderslautende Darstellung sei verzerrend und unseriös, lies das Arbeitsministerium verlauten. Derzeit bezögen gerade mal zwei Prozent aller Menschen die Grundsicherung vom Sozialamt.

 Fazit: "Nicht zu sparen kann sich also lohnen!"