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CDU lässt sich etwas Neues einfallen

 Gebühr für jeden Arztbesuch –

Die Praxisgebühr war ein Test der gründlich daneben ging. Diese Quartalsgebühr sollte Arztshopping verhindern. Jetzt wird überlegt, eine Arztgebühr für jeden Besuch einzuführen. Was hat sich die CDU eigentlich dabei gedacht? Z. B. ein Rentner, der unter einer chronischen Erkrankung leidet, ständig unter Kontrolle sein muss, dann vielleicht jede Woche für 2 Arztbesuche 10 € hinblättern soll, dies auch kann?

Auf Witzblättern begegnet man oft dem Spruch, auf der Ampelanlage neben der Farbe Rot den Zusatz einzufügen: „Rentner dürfen die Straße überqueren“. Jetzt sollte der Satz verändert werden in: „Rentner und Bedürftige dürfen die Straße überqueren“.

In den 50er/60er Jahren hatte die Zeitschrift „Stern“ einmal mit der Titel-Seiten-Überschrift für Umsatz gesorgt, „Weil Du arm bist, musst Du früher sterben.“ Sind wir wieder auf diesem Niveau angelangt?

Die Eigenverantwortung durch solche Maßnahmen zu erzwingen, ist schlichtweg ein Armutszeugnis einer Regierung und zeigt die Hilflosigkeit gegenüber der eigenen Gesellschaft. Vor allen Dingen zeigt es in aller Klarheit und Deutlichkeit den defizitären Bildungs- und Lehrauftrag für Kinder und Erwachsene in vielen Lebensthemen.

Solange in den Schulen Gesundheitsvorsorge nur so nebenbei bis hin zur Negierung abgehandelt wird, anstatt dieses wichtige Thema zu einem festen Unterrichtsfach, wie z. B. „Gesundheitsbewusstsein in einer Solidargemeinschaft – wo beginnt die Eigenverantwortung?“ einzufügen, werden auch nachfolgende Generationen mehr oder weniger Krankheit als Schicksalsschlag, genetische Vererbung usw. hinnehmen.  Oder leichtsinnig mit Gesundheit umgehen, wie z. B. das „Koma-Saufen“. Dazu gehört auch das Ausufern, dass 60 % der Schüler mit Drogen (Psychopharmaka) durch Ärzte versorgt werden, weil sie kaum noch in der Lage sind, den Schul- und Familienalltag zu bewältigen. Ist man sich hier über die Folgen eigentlich bewusst?   

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“, ein Sprichwort das verdeutlicht, wann mit Bildung und Lehren am günstigsten begonnen werden sollte.

Auf der einen Seite wird medizinischer Fortschritt der immens hohe Finanzmittel verschlingt angepriesen, was die Lebenszeiten verlängert. Auf der anderen Seite wird dadurch Medizin für Viele fast unbezahlbar und nur noch für einen Teil der Gesellschaft zum Segen.

Brigitte O. Kaiser – Stellv. Bundesvorsitzende