Startseite Kontakt Login
Sie befinden sich in: Startseite > Mitgliederbeiträge zur aktuellen Tagespolitik > Rente mit 67


         Liebe Leser, liebe Parteimitglieder,

nun also die Rente mit 67. Wie so viele Gesetze und Verordnungen mit heißer Nadel gestrickt und zu Ungunsten der abhängig Beschäftigten ausgelegt mit der fadenscheinigen Begründung, die Rente wäre sonst über kurz oder lang nicht mehr finanzierbar. Von der Opposition kommt außer ein paar müden Einwendungen nichts.
Glauben die Abgeordneten und Minister, die sich selbst Diäten und Zuschläge für mäßige Arbeitsleistung zugestehen, dass in den handwerklichen Berufen eine Arbeitszeit bis zu 67 Jahren möglich ist? Neuerdings ist ja schon eine Erhöhung bis 69 Jahre im Gespräch. Ich möchte den Abgeordneten oder Minister erleben, den man mit 65, 66 oder 67 Jahren noch an die Werkbank als Schlosser oder Schreiner, als Dachdecker oder im Straßenbau am Fertiger zum Aufbringen der Teerschicht gebrauchen kann.
Hier hat sich doch die Übermutter der Nation, Frau von der Leyen, die einfachste Form der Rentenkürzung einfallen lassen und die Paladine im Parlament nicken das einfach ab. Das Mittelalter lässt grüßen!  Arbeite bis du in die Kiste fällst und du ersparst dem Staat viel Arbeit.
Wilhelm der Erste und Bismarck würden in ihren Gräbern rotieren, wenn sie das noch mitkriegen könnten!
Jedenfalls brauchte man diesen Teil der Bevölkerung nicht mehr permanent zu überwachen. Vorratsdatenspeicherung! Welch schönes Wort, wie einfach und wohlklingend! Man schafft sich einen Vorrat an Daten, so wie sich die sparsame Hausfrau einen Vorrat an Konserven zulegt, wenn sie im Handel gerade günstig angeboten werden. In Wirklichkeit ist es ein Vorgang, den ich als älteres Semester bewusst schon zweimal mitgemacht habe. Das erste Mal im dritten Reich, als die Bespitzelung des Bürgers und das gezielte Herumschnüffeln in der Nachbarschaft, um die richtige „Gesinnung“ zu erforschen zu höchster Blüte gebracht wurde. Zum zweiten Mal in unserem Nachbarstaat, der sogenannten deutschen „demokratischen“ Republik, wo dieses System noch pervertierter angewandt wurde. Die Daten werden ja in einem halben Jahr wieder gelöscht. Ja, natürlich! Die Daten, die ein halbes Jahr alt sind werden gelöscht und dafür die vom nächsten und übernächsten usw. Tag bleiben auch ein halbes Jahr zum jederzeitigen Abruf gespeichert. Die permanente Überwachung des Bürgers ist damit gesichert. Unsere bayerischen Mitbürger müssen nun  bei jeder Unterhaltung darauf achten, dass sie im Gespräch nicht etwa sagen, „jetzt hammas“, um damit auszudrücken, dass sie etwas fertiggestellt haben, sonst sind sie a priori in der engeren Auswahl.
Wir warten vermutlich auch bis in alle Ewigkeiten, dass hier die Mutter der Nation, Angela Merkel---die von einem  allseits bekannten politischen Satiriker als
„machtgeile und inkompetente DDR-Tussi“ bezeichnet wurde--- einmal mit der Faust auf den Tisch schlägt und  diese Rundumbespitzelung der Bevölkerung schlichtweg verbietet. Aber woher soll's denn kommen? Aussitzen, abwarten und nichts tun hat sie doch zur Genüge von ihrem Mentor Kohl übernommen.
Wie man jetzt in der Sache Wulff wieder erkennen kann.
Sie tut einfach nichts, wartet ab, bis die Angelegenheit sich etwas beruhigt hat und gibt dann einen passenden oder gar keinen Kommentar ab.
Dass Wulff durch sein Verhalten den Ruf des Bundespräsidentenamtes nachhaltig beschädigt, interessiert sie nur insoweit, als sie selbst mit hineingezogen werden kann, was aber vorläufig noch nicht geschehen ist.
Wulff selbst ist vermutlich noch nicht ganz klar, dass er sich dadurch, dass er zum Bundespräsidenten gewählt wurde, vom Verhalten des Normalbürgers weit entfernt hat und sich auch weit entfernen musste.
Was unten mit „na ja“ abgetan werden kann, ist oben unmöglich.
Wenn er Charakter hätte, würde er zurücktreten.
Er muss Obacht geben, dass zur Charakterlosigkeit nicht noch die Ehrlosigkeit dazukommt.
Ich muss meine Wut jetzt bremsen und aufhören zu schreiben, denn wenn ich bis morgen warte, kommen sicher wieder etliche bemängelbare Angelegenheiten dazu.

Bis zum nächsten Wutanfall Herbert Stiebling


PS: Ist Ihnen , lieber Leser, aufgefallen, dass ich keine ....innen gebraucht habe? Irgendwann käme  man sonst vielleicht auf die Idee, von Kinderinnen und Kindern zu sprechen. Den Ausdruck „Mitgliederinnen“ musste ich leider schon einige Male lesen. Wenn man das Wort Mitgliederin genau betrachtet, kann es sich eigentlich nur um einen Hermaphroditen handeln. Eine schöne feministische Erfindung !

2.PS: Sollte ich jemandem zu nahe getreten sein, möge er sein Verhalten so ändern, dass man ihm nicht zu nahe treten muss.