Wir sind der Souverän! Es ist höchste Zeit, uns zu empören!
Samstag, 15. Oktober ab 13 Uhr: Die Bürgerbewegung Echte Demokratie Jetzt ruft zu einem weltweiten Aktionstag auf, um gegen den „Verlust unserer Rechte, untergraben von der Allianz zwischen den multinationalen Großkonzernen und der politischen Klasse zu demonstrieren“.
Zeitlich passt die Kampagne zur basisdemokratischen Initiative in den USA, deren Bürgerinnen und Bürger derzeit die unsozialen Verhältnisse und die Allmacht der Banken geißeln und bei ihren Demonstrationen und Nachtlagern im Freien mit Slogans wie „Occupy Wall Street“ und „Yes we Camp“ der Obrigkeit das Fürchten lernen.
Auch Deutschland und Teile Europas probten ab 13 Uhr am Samstag einen solidarischen Schulterschluss gegen das unsoziale Wirtschaftssystem und die Macht der Bankkonzerne. In vielen deutschen Großstädten wie Berlin („Occupy Berlin“), Frankfurt/Main („Occupy Frankfurt“) etc. wurden die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, dabei zu sein und ihre Rechte als Souverän einzufordern.
In Augsburg hatten Echte Demokratie Jetzt und in ihrem Schlepptau die Globalisierungskritiker von Attac eine Großveranstaltung organisiert, bei der auch Mitglieder der RRP in ihren Partei – T – Shirts teilnahmen. Die Repräsentanten der Veranstalter prangerten in ihren Reden die Missstände in unserem Land an, wo ein Prozent Reiche 99 Prozent der Bevölkerung dominieren und sich als Profiteure des Raubtierkapitalismus zu deren Lasten immer mehr in die eigene Tasche wirtschaften. Die Kundgebungsteilnehmer wurden aufgerufen, von Ihren Bürgerrechten Gebrauch zu machen und sich gegen die Allianz von Großkonzernen und Politik zu stemmen. Natürlich wurde auch die private Vereinnahmung der Gewinne und die Sozialisierung der Verluste durch die Großbanken im Rahmen der Rettungsaktion in 2009 getadelt und die drohende Neuauflage eines noch höheren Abschreibungsbedarfs auf notleidende Wertpapiere im Besitz der Bankkonzerne prognostiziert.
In Bezug auf die weitere Entwicklung der neuen Bankenkrise ist die Situation in der Tat verdreht.
Die Impertinenz von Bankenvertretern kennt keine Grenzen! Neuerdings haben nach Ansicht der Banker die Länder die Misere verursacht, die sich bei den Banken verschulden. Diese konnten doch die bedürftigen Staaten nicht einfach hängen lassen, sie mussten ihnen helfen, um ihren Pflichten nachkommen zu können. Deshalb haben die selbstlosen Großbanken den Pleitestaaten zu exorbitant hohen Zinsen Geld geliehen, kassieren erst einmal die (Wucher-) Zinsen und wenn später der Abschreibungsbedarf auf die nahezu wertlosen Schuldscheine entsteht, lässt man sich vom Steuerzahler im Heimatland den Verlust ausgleichen. Und die Politiker spannen sich vor diesen Dreckskarren!
Zum Schluss sei folgende Frage erlaubt: Wer verkörpert mehr kriminelle Energie – Bankräuber oder Räuberbanken?
Antwort: Beide eine hohe. Doch die einen verurteilen Gerichte, die anderen schreiben Geschichte.
(ML)