Krankenkassenvorstände kommen meistens gut davon
Zu viele Krankenkassen verteuern das Gesundheitswesen
Wenn eine Krankenkasse pleite macht, trifft es zunächst die Versicherten und die Mitarbeiter. Vorstände finden schnell einen neuen Job oder behalten ihn durch eine vorher vereinbarte „vertragliche Finte „. So im Falle der Pleitekasse BKK für Heilberufe wo der Vorsitzende H. J. Röminger seinen Arbeitsplatz behält und keinerlei finanzielle Einbußen zu befürchten hat.
So schreibt Daniel Baum im Kölner Stadtanzeiger vom 7. November : „ Der Diplom Volkswirt hat seit Jahren einen Zweitjob als Chef der Pronova BKK. Diese umstrittene Doppelgeschäftsführung, die sowohl vom Bundesversicherungsamt als auch von den Verwaltungsräten beider Krankenkassen akzeptiert wird, ist finanziell lukrativ. Beide Gehälter zusammengenommen, verdiente Röminger im vergangenen Jahr 285.000 Euro.“
Der „ Trick „ war, das sich beide Kassen die Hälfte seiner Bezüge teilten. Baum ( KStA ) weiter:
Vergangenes Jahr kam es dann zu einer bemerkenswerten Verschiebung. Während Römingers Gehalt bei der angeschlagenen BKK für Heilberufe um 39,5 % sank, legte es bei der besser aufgestellten Pronova BKK um exakt 39,8 % zu. Ähnlich verhält es sich im Falle des Vorstandsmitgliedes Christine Löb.
Einmal davon abgesehen ( der bisher nicht beantworteten Frage ) ob die von den versicherten Risiken her besser gestellte Pronova BKK vor der Pleite der „Schwesterkasse“ deren gesunde Klientel übernommen hat, wird die Forderung der RRP lauter, die Krankenkassen deutlich zu reduzieren, damit nicht die Versicherten weiterhin die hohen Verwaltungskosten durch ihre Beiträge mittragen müssen. Man erinnere sich, die Verwaltungskosten der gesetzlichen Kassen betragen rund 9 Mrd. Euro p.a.
Köln im November 2011 Wolfgang Kurtenbach
Jedem Rentner, der am 2. Oktober 2011 die Sendung "Alles an die Arbeit! Können wir
uns Rentner überhaupt noch leisten?" gesehen hat, ist vermutlich das Messer in der
Tasche aufgegangen bei so viel Inkompetenz der Talkshow - Teilnehmer. Eine Rentne-
rin der RRP sollte ursprünglich an der Sendung teilnehmen, wurde aber dann kurzfristig
wieder ausgeladen; schließlich war niemand Betroffener dabei.
Es wurden diverse Emails von Mitgliedern unserer Partei an Günther Jauch geschrieben.
Stellvertretend für alle folgende Email und die späte - nichtssagende - Antwort der
Zuschauerredaktion Günther Jauch.
Alles an die Arbeit! Können wir uns Rentner überhaupt noch leisten?
Sehr geehrter Herr Jauch,
der Titel Ihrer Sonntagabend – Sendung war schon provokant ausgewählt worden. Denn die Frage, ob wir uns Rentner überhaupt noch leisten können, ist eine Verhöhnung dieser bedeutenden Bevölkerungsgruppe, die für ihr späteres Renteneinkommen größtenteils ein Arbeitsleben lang in die LVA/BfA, später DRV eingezahlt und Zusagen erhalten hat, die heutzutage nicht mehr eingehalten werden.
Es ist auch erstaunlich, wen Sie als Gäste in Ihre Sendung eingeladen haben: Frau von der Leyen – von späterem Renteneinkommen nicht betroffen, Oskar Lafontaine – nicht betroffen, Lasse Becker – vermutlich nicht betroffen, Herbert Henzler – als vielfacher Millionär nicht betroffen, Götz Aly – zwar demnächst in Rente, aber nur als Zubrot zu seinem sonstigen höheren Einkommen. Und Sie – Sie wissen es selbst am besten.
Keine Rentnerin, kein Rentner, kein Vertreter der Rentnerinnen und Rentner Partei RRP sollten offenbar zu diesem Thema gehört werden! Man war sozusagen unter sich – Nichtbetroffenen.
Einzig brauchbar in Ihrer Sendung war neben den einminütigen Erläuterungen der Hinweis von Herrn Aly auf das Schweizer Rentensystem als mögliches Vorbild für das unsere. Dieses Thema wurde jedoch von Frau von der Leyen mit haarsträubenden Bemerkungen unter den Teppich gekehrt und von Ihnen auch nicht wieder hervorgeholt. Dabei sollte Ihnen als Moderator geläufig sein, dass alle Bürgerversicherungssysteme in den europäischen Staaten gesünder sind als unseres der DRV (ständische Versicherungssysteme, die bei uns ein Sonnendasein führen ausgenommen, ganz zu schweigen von den Beamtenpensionen).
Doch nun kommt mein Hauptvorwurf an Sie: Sie haben zwar den Fernsehzuschauern über den Bundeszuschuss von 80 Milliarden Euro in die DRV – Kasse „informiert“, jedoch kein Wort darüber verloren, dass Jahr für Jahr diesen Zuschuss übersteigende Summen aus der DRV – Kasse für allgemeingesellschaftliche Leistungen (sog. versicherungsfremde Leistungen) entnommen werden. Diese Leistungen gehen alle Bürger an – auch Sie! Bezahlen müssen sie aber nur die Beitragszahler der DRV. Nicht die Beamten, nicht die Selbständigen, nicht die Ärzte, Rechtsanwälte etc, nicht die Politiker. Die DRV weist in ihrem jährlichen Rechenschaftsbericht diese VfL nicht gesondert aus, damit niemand den durch das BVerfG legalisierten Betrug am Beitragszahler der DRV genau beziffern kann und dem jährlichen Rentenklau durch die politische Klasse auf die Schliche kommt.
Auch hat einer Ihrer Gesprächsteilnehmer erwähnt, dass Adenauer 1957 das Rentensystem von einem kapitalgedeckten auf das Umlageverfahren umgestellt hat. Sie haben als Talkmaster nicht gefragt, wohin das Geld gekommen ist, das bis dahin in die Rentenkasse eingezahlt wurde. Wir wissen es: Die ca. 30 Milliarden D-Mark wurden in den Aufbau der Bundeswehr gesteckt!
Ja, sehr geehrter Herr Jauch, diese Sendung war wohl wieder ein Flop! Ich empfehle Ihnen, bei sozialen Themen künftig anstatt Gästen des gestrigen Zuschnitts mit Betroffenen zu diskutieren und dem Fernsehzuschauer statt Volksverdummung Aufklärung anzubieten.
Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich freuen und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Manfred Link
Sehr geehrter Herr Link,
herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserer Sendung „Günther Jauch“ vom 2. Oktober 2011 in der ARD. Aufgrund zahlreicher Zuschauerzuschriften gelingt es uns erst heute, Ihnen zu antworten.
Ihren kritischen Kommentar zur Sendung haben wir mit Interesse gelesen. Ich darf Ihnen versichern, dass wir die Meinung und Anregungen unserer Zuschauer ernst nehmen und in unserer täglichen Redaktionskonferenz thematisieren und auswerten, auch wenn es uns leider zeitlich nicht möglich ist, auf jede Mail inhaltlich ausführlich einzugehen. Sie helfen uns mit Ihrem Feedback besser zu werden.
Wir freuen uns, wenn wir Sie auch diesen Sonntag um 21:45 Uhr als Zuschauer der ARD begrüßen dürfen. Unser Thema in dieser Woche: "Trinker-Republik - Unterschätzen wir die Volksdroge Alkohol?".
Mit freundlichen Grüßen,
Sanja Salgado
I&U TV Produktion